Das Neueste: Am 16. Novem­ber sprachen wir über den Tod im Zeit­alter der Digita­li­sie­rung bei Micro­soft in München (im Rah­men der Veran­stal­tung »Digina 17«).

Wir führen aktuell eine Online-Umfrage zu Ihren Meinungen gegenüber Sterben, Tod und Trauer durch! (Natürlich vollkommen anonym.)

Hier geht's zur Umfrage.

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Letztes Update dieser Seite:

17. November 2017

Gestatten Sie, dass ich liegen bleibe. Ungewöhnliche Grabsteine - Eine Reise über die Friedhöfe von heute

Mit über 300 farbigen Fotos. Mittlerweile in der
4. Auflage!
Überall erhältlich für 8,99€.

 

 

Der Friedhof – hier tobt das Leben

 

Thorsten Benkel und Matthias Meitzler haben über 500 Friedhöfe im deutsch­sprachi­gen Raum besucht – und die beiden Soziologen staunen noch immer über er­grei­fende, humorvolle, über­raschende und rätsel­hafte Gräber und Inschriften. Die ein­drucks­vollsten von mehr als 30.000 Fotos prä­sen­tieren sie in diesem Buch. Sie zeigen, wie Men­schen mit dem Ver­lust umgehen (»Lach doch mal«), wie Be­zie­hungs­ver­hält­nisse reflektiert werden (»Mit dir zu leben war nicht leicht, doch ohne dich ist’s noch viel schwerer«), was den Ver­stor­benen wichtig war (»Nicht das Licht aus­löschen«), wie ihre Hobbys ihr Lebens­ende prägten (»Dein letztes Match hast du ver­loren«), welche Charak­ter­züge sie hatten (»Es Lebbe geht weiter«) und welche Ver­dienste ihnen zu­ge­schrieben werden (»Er war guter Eltern Sohn«). Und wer würde mit Skiern, Raum­schif­fen, Skate­boards, Handys, Pan­zern, Aschen­bechern, Com­puter­mäusen und Comic­figuren als Grab­stein­motive rechnen? 

Benkel und Meitzler zeigen: Der »Totenacker« ist von der Individualisierung eingeholt worden. Manche Lebensbilanz fällt ernüchternd aus (»Alles Scheiße«), manche ist ironisch (»Nur tiefergelegt«), mancher Nachruf bringt den Betrachter ins Grübeln (»Der Tag ist gerettet«), und auch die Gewissheit, dass es kein Wie­der­sehen gibt (»Das war alles«), ist kein seltenes Bekenntnis mehr. Was aber will die Grabinschrift »Lasst uns die nächste Revo­lu­tion in einem August be­gin­nen« besagen? 

Der Spiegel über die Feldforschung der Autoren: »Der Friedhof von heute hat etwas von Facebook; der Grabstein als letztes Profil, für Jahrzehnte in Stein gemeißelt.«