Die Zukunft des Todes. Heterotopien des Lebensendes

Bielefeld 2016


Sterben und Tod sind alltägliche Vorkommnisse, die oft als außeralltäglich angesehen werden. Die Verwendung abstrakter Begriffe lässt das Problem der konkreten Lebensbeendigung in die Ferne rücken. Der Tod geht so auf Distanz und kreist dennoch das Leben ein. Seine Präsenz in zeitlicher wie in räumlicher Perspektive ist einerseits ein Effekt normativer Konzepte und andererseits eine Konsequenz sozialer Wandlungsprozesse. Die Beiträge des Bandes gehen aus interdisziplinärer Sicht auf Sterbe- und Todeskontexte wie Friedhof, Hospiz, das Lebensende im Internet, anonyme Bestattung, Heimtiertod sowie auf den Einfluss der Individualisierung ein und zeigen, dass das Image des Todes sich wandelt und neue Sinnzusammenhänge entstehen. 

 

»Insge­samt lie­fert Thorsten Benkel mit die­sem Sam­mel­band nicht nur zahl­reiche Weiter­füh­run­gen der bis­he­ri­gen Fach­lite­ra­tur zu Ster­be-, Todes- und Trauer­räu­men, son­dern da­rüber hin­aus auch ein Buch, das selbst wie­de­rum eine Viel­zahl an An­schluss­mög­lich­keiten für wei­tere For­sch­ungen lie­fert.« (Rezension bei Socialnet)


Die Verwaltung des Todes. Annäherung an eine Soziologie des Friedhofs

2. Aufl. Berlin 2013

 

 »...wird sicherlich seinem hohen Anspruch gerecht, nicht nur aufgrund der Originalität des Unterfangens und der Eröffnung bis hierin wenig erfasster Blickwinkel auf die Endlichkeit und darüber hinaus. Hervorzuheben ist gesondert der Neuwert der hier erbrachten Erkenntnisse für die Kultur- und Sozialwissenschaften, insbesondere für die Soziologie, darüber hinaus aber durchaus empfehlenswert als gesamtgesellschaftlicher Beitrag für eine breitere Leserschaft auf sprachlich hohem Niveau.« (Socialnet)

 


Sinnbilder und Abschiedsgesten. Soziale Elemente der Bestattungskultur

Hamburg 2013

 

»Dieses Buch hat sicherlich Aufmerksamkeit und Anerkennung verdient, nicht zuletzt aufgrund seiner Originalität und Eröffnung neuer Blickwinkel auf bislang wenig beachtete soziale Phänomene innerhalb der Sozial- und Kulturwissenschaften.« (Socialnet)


Soziologie der Vergänglichkeit. Zeit, Altern, Tod und Erinnern im gesellschaftlichen Kontext

Hamburg 2011

 

»Der Autor schafft es, mit dem diesem Thema anhaf­tendem melan­cholischem Timbre, in Kapiteln zu Zeit, Alter, der Macht der Erinne­rungen und dem Umgang mit Sterben und Tod unter­haltsam und lehr­reich Denk­anstöße zu geben.« (kritisch-lesen)